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Zen

 

Was ist Zen?

Viele Leute sind Verwirrt weil sie sich nicht bewusst sind, dass Zen mehrere Bedeutungen hat. Grundsätzlich bedeutet Zen, Meditation, manchmal kann es aber auch ein flüchtiges Wahrnehmen der übersinnlichen kosmischen Realität meinen oder die übersinnliche Realität an sich. Oft wird Zen als Kurzform für Zen-Buddhismus verwendet. Die folgenden Beispiele illustrieren diese vier Bedeutungen von Zen:

  1. Ich sass im Lotussitz auf einem harten Kissen, schloss meine Augen und praktizierte Zen.

  2. Mein Meister kam herein und schlug mich auf den Kopf um zu testen ob ich eine Zen Erfahrung haben würde.

  3. Ich war schockiert als er mir sagte er hätte mich nicht geschlagen, aber Jahre später realisierte ich dass mein freundlicher Meister versuchte mir klar zu machen, dass es kein schlagen, kein nichts gibt, im Zen.

  4. Wegen eines Mangels an tiefem Verständnis, mögen viele Leute denken, Zen Meister seien verrückt.

 

Ist Zen Japanisch?

Nein, Zen ist Universal, unabhängig davon welche Bedeutung von Zen gemeint ist. Zen wurde zuerst von Meister zu Meister in Indien weitergegeben, dann von Bodhidharma nach China gebracht und hat sich später weiter nach Japan und in die ganze Welt verbreitet.

Aber der Ausdruck „Zen“, nicht aber seine Bedeutung ist japanisch. Er leitet sich vom Chinesischen Wort „Chan“ ab welches eine Kurzform von „Chana“ ist, das sich wiederum vom Sanskrit Wort “Dhyana“ ableitet was Meditation bedeutet.

 

Ist Zen buddhistisch? 

Wenn Zen, Zen-Buddhismus meint, dann ist es selbstverständlich buddhistisch. Wenn Zen aber die Kosmische Realität, oder die Erfahrung dieser oder aber die Meditation auf der Suche nach ihr meint, dann kann Zen buddhistisch oder nicht-buddhistisch sein.

Yogis in Indien und Taoisten in China haben Zen praktiziert lange bevor es Zen Buddhismus gab. Unzählige Menschen ohne Zugehörigkeit zu einer Religion haben bewusst oder unbewusst aus den unterschiedlichsten Gründen Zen praktiziert. Wenn immer man die Augen schliesst um zu reflektieren was man gerade getan hat, oder was man zu tun vor hat, praktiziert man in gewisser Weise Zen.

 

 Ist Zen eine Religion? 

Nein, nicht in dem Sinne wie das Konzept Religion im Westen normalerweise verstanden wird. Sogar Zen Buddhismus ist nicht eine Religion im westlichen Sinne, besonders in der Bedeutung, dass Anhänger Dogmas akzeptieren und Gott anbeten müssen. 

Andererseits, jemand kann Zen oder sogar Zen Buddhismus praktizieren ohne seinen religiösen Überzeugungen zu vernachlässigen. Es mag komisch klingen, aber aus der Zen Perspektive können viele fromme Christen, Muslime, als fromme Zen Buddhisten angesehen werden, obwohl die Christen und Muslime selber solch eine Andeutung wahrscheinlich als ketzerisch ansehen würden.

 

Welchen Nutzen können wir durch das Praktizieren von Zen erlangen?

Der Nutzen kann von zwei verschiedenen Ebenen betrachtet werden: Den alltäglichen, irdischen und den überirdischen. Auf der alltäglichen Ebene befähigt uns das praktizieren von Zen, bessere Resultate zu erzielen, bei was auch immer wir tun! Das wird verständlich, wenn wir realisieren, dass das Zen Training unseren Geist schult. Auf der überirdischen Ebene führt uns Zen zur höchsten Verwirklichung die wir erreichen können – Erleuchtung, oder von verschiedenen Leuten aus verschiedenen Glaubensrichtungen und Kulturen als mit der Grossen Leere verschmelzen, sich mit dem Allumfassenden vereinen, oder zurückkehren zu Gott bezeichnet.

 

Wie praktiziere ich Zen?

Es gibt viele Wege und verschiedene Ansätze. Wenn Sie sich Zen gelegentlich annähern wollen, ist ein Weg Ihr tägliches Leben mit etwas Zen zu bereichern, sich bewusst zu sein was auch immer Sie im Moment tun. Wenn Sie gerade dies Zeilen Lesen, seien Sie sich bewusst, dass Sie diese Zeilen Lesen, einschliesslich ihrer Bedeutung und Aussagekraft. Dies könnte nicht so einfach sein wie es erscheint. Manche Leute denken vielleicht an hundert andere Dinge als die Bedeutung der Zeilen die sie lesen.

Ein anderer Weg ist einfach, direkt und effektiv zu sein in dem was Sie tun. Wenn Sie sich z.B. das Tennis Racket eines Freundes ausleihen wollen, fragen Sie ihn höflich oder in irgend einer passenden Art ob er ihnen sein Racket leiht.

Es wäre nicht Zen-like wenn Sie damit beginnen über das Wetter zu reden, oder wie gut ihm sein Hemd steht und dies eine halbe Stunde weiterziehen bis sie das Racket aus dem Sinn verloren haben. 

Wenn Sie sich ernsthaft mit Zen befassen wollen, aber nicht nötigerweise ohne viel Spass, dann können Sie täglich eine gewisse Zeit mit Meditieren verbringen, oder direkt von einem Zen Meister lernen.

(aus Sicherheitsgründen empfehlen wir, nicht ohne kompetente Anleitung in die sitzende Meditation zu gehen)

 

Wie Klingt das Klatschen mit einer Hand!

Dies ist ein berühmtes Beispiel einer Zen Frage mit dem Sinn beim Schüler ein Zen Erwachen auszulösen, oder um zu testen ob er eines hatte. Solche Zen Fragen sind in Zen Geschichten festgehalten, die im chinesischen als „Gong-ans“ oder im japanischen als „Koans“ bekannt sind.

 Die effektive Antwort auf eine Zen Frage ist nicht wichtig. Verschiedene Leute mögen die gleiche Antwort geben, aber Ihre gleiche Antwort kann sich verschiedene Stufen ihrer Entwicklung anzeigen. Als grobe Analogie; nehmen wir an ein erfahrener Kunstlehrer will seine Studenten im Malen unterrichten, oder ihre Fortschritte abschätzen. Er könnte fragen, „könnt ihr mir einen Elefanten malen?“ Er ist nicht an Antworten wie „ja“, “ nein“ oder „ich kann keinen Elefanten malen, aber ein Pferd“ oder was auch immer die Studenten sagen mögen interessiert. Und es spielt keine Rolle ob sie Elefanten, Pferde oder irgendetwas anderes malen. Sobald sie anfangen zu malen, hat der Lehrer seinen Unterricht initiiert, und kann ihre Leistung prüfen.

 

In welcher Beziehung steht Zen zu Shaolin Kung Fu?

Vielen Leuten, inklusive einiger Zen Schüler sind die folgenden zwei Fakten wahrscheinlich unbekannt.

Erstens, alle heutigen Zen Schulen gehen vom Shaolin Kloster aus. Zweitens, Shaolin Kung Fu hat als Resultat von Zen begonnen.

Shaolin Kung Fu, Zen und auch Qi Gong sind aufs Engste miteinander verbunden, trotzdem wissen heute einige Kung Fu Instruktoren nicht mehr um diese Verbindung und lehren deshalb eine rein externe Kunst, ihrer internen und spirituellen Aspekte beraubt.

Auf der fundamentalen Ebene, enthält jede Kung Fu Bewegung Energie. Auf der Weiterentwickelten Ebene, ermöglichen es Qi Gong und Zen einem Kung Fu Meister, Fähigkeiten zu entwickeln von denen andre Kampf Künstler nicht einmal träumen.